Partnerschaft Eltern

Neulich wurde ich gefragt, welchen ultimativen Tipp ich für Paare habe, die gerade den Sprung von der Partnerschaft in die Elternschaft wagen. Und da wirklich den einen Tipp zu finden, ist schwer für mich. Denn es gibt ja sooooooo vieles, was wir Neu-Eltern mitgeben möchten, am besten noch bevor das Baby da ist. Manches sogar noch, bevor das Baby überhaupt unterwegs ist! Es gibt  ja sogar Bücher darüber, was Paare alles miteinander erlebt haben sollen und der Großteil davon ist in den ersten Jahren mit Baby und Kleinkind sicher nicht so einfach machbar. Es geht einerseits um Tipps bezüglich der Dinge, die Paare noch gemeinsam erleben sollen, bevor sie sich an das Abenteuer Kind wagen. Dafür gibt es schon unzählige Nachschlagewerke, mit Hilfe derer Paare das Gefühl bekommen, dass sie zu wenig machen. Das ist auch ein Gefühl, dass viele Eltern nur allzu gut kennen. Also ist das wahrscheinlich schon eine gute Vorbereitung auf das Eltern-Dasein 😉

Dann sind da natürlich auch noch die ganzen lustigen Bett-Sachen, die jeder unbedingt einmal ausprobieren sollte. Auch hier ist es eher das Gefühl, des “Nicht-genug-Seins” und des “Zu-wenig-machens”, das für die Elternschaft wichtig ist, als das Tun all dieser Dinge.

Anmerkung: Ich verstehe nicht genau den Inhalt dieses Absatzes. Was wolltest du mit diesem genau sagen?

Was gibt es noch, was wir jungen Eltern mitgeben könnten? Gute Tipps bezüglich Geburt, Wochenbett & Erziehung des Kindes. Sollten sich Eltern vielleicht bevor sie ein Baby planen schon darüber einig sein, wie das Kind erzogen wird? Sollte Einigkeit über die Kindergarten- und Schulwahl herrschen? Einigkeit darüber, ab wann bei welchen Großeltern geschlafen werden darf? Einigkeit darüber, wer welche Nachtschicht mit Kind übernehmen muss? Ein Plan? Eine Strategie? Sollten Eltern das alles im Vorfeld niederschreiben?

Wir sagen: Nein, denn es kommt sowieso meist alles anders als gedacht!

Aber was ist es dann, was frisch gebackene Eltern auf jeden Fall tun sollten, noch BEVOR das erste Kind zur Welt kommt?

Das ist ganz einfach: An ihrer Kommunikation arbeiten. Denn wenn die Kommunikation zwischen den Partnern passt, dann kann über alles andere einfach gesprochen werden. Zur Kommunikation gehört auch die Streitkultur. Wie wird gestritten? Werden Konflikte mit Schreien ausgetragen? Wird an Lösungen gearbeitet, oder wird nach einem Tag Schweigen wieder dort weitergemacht, wo vor dem Streit aufgehört wurde?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Konflikte, die schon in der Vor-Elternschaft immer wieder aufgeflammt sind, auch in der Elternschaft wieder aufflammen werden. Und zwar noch intensiver. Denn Schlafmangel und die große Verantwortung gegenüber einem Kind, fördert nicht unbedingt unsere Gelassenheit, bei den Dingen, die uns am Partner / an der Partnerin nerven.

Wir raten also allen Parents-to-be: Lernt zu kommunizieren!